Bedürfnisorientiert, Eltern, Gleichwürdig, Kinder
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Zum Thema „Selbstbestimmtes Schlafen“

Hey Ihr Lieben!

Ich poste Euch hier mal kurz meine Instagram-Story von gestern abend.
(Für Alle, denen das nix oder wenig sagt- man kann dabei immer maximal 10 Sek Live-Clips aufnehmen, die sich dann quasi wie eine Art Slideshow aneinander reihen- daher die vielen cuts  in nur 7 Minuten…)

Nachdem mein kleiner Kannee vor 2 Wochen urplötzlich beschloß, nicht weiter in seiner Hängematte zumindest einzuschlafen, bevor wir ihn dann eh immer zu uns ins Familienbett holen für den Rest der Nacht, was 1,5 Jahre sooo toll geklappt hatte, haben wir uns hier nun ein wenig mit der Einschlafbegleitung neu arrangieren müssen.
Die letzten 2 Wochen sah es dann so aus, dass ich jedesmal 1-2 Stunden neben dem zwar müden, aber nicht einschlaffähigem Kind liegen musste…

Notiz an mich selbst:“Müde heißt noch lange nicht, bereit sein einzuschlafen!“ 😊

Das war natürlich sehr anstrengend und teilweise echt unbefriedigend für mich- kommt Euch sicherlich bekannt vor…

Ich habe das Gefühl, dass er das ganze Thema irgendwie neu für sich anlegen muss, daher habe ich gestern dann versucht ihn einfach mal selber entscheiden zu lassen, wann er soweit ist…
Für ihn, aber ganz ehrlich zugegeben- auch für mich.
Schaut selbst!

Zum VIDEO der Insta-Story geht es hier (klick ↓)

Als ich dann wie gewohnt gegen 1:00 Uhr schlafen gegangen bin, hab ich ihn, wie immer in unser Bett geholt, da er ohnehin stets gegen 1:00 Uhr seinen ‚Sicherheitscheck‘ macht und dafür kurz aufwacht.
So auch gestern um 00:54 Uhr- neben mir schläft er dann aber meist super und bis ca. 7:00 am Morgen „durch“.

Schlafen ist ein so individuelles, persönliches Bedürfnis- da kann der Mensch, den es direkt betrifft, wohl meist am besten selber einschätzen, was er wann und wie benötigt, damit es ihm gut geht.
Somit ist ein „Jetzt wird geschlafen!“ oder auch „Es ist Schlafenszeit!“ schon irgendwie unsinnig, oder?
Schlafen KANN ich nur, wenn ich eben KANN- nicht, wenn ich MUSS.
Von „Kinder im Alter X haben um Y im Bett zu sein“ usw. will ich jetzt daher gar nicht erst anfangen…
Sicherlich mag es so, wie wir es jetzt wohl die nächste Zeit machen werden, nicht für jedes Kind/ jede Familie passen, aber in jedem Fall braucht es meiner Meinung nach immer einen individuellen, auf das jeweilige Kind und die Familie zugeschnittenen Weg in den Schlaf.
Einfach weil Schlaf, wie jedes Bedürfnis grundsätzlich etwas höchst Individuelles ist.
Mal abgesehen von den „Wunderschlafkindern“, die schon ab der 3. Woche durchschlafen, führt alles andere meiner Erfahrung nach zu unnötigem Stress und endet meist im Machtkampf zwischen Eltern und Kind.
Schlafen LERNT ein Kind wohl tatsächlich am besten, wenn wir auf dieses Grundbedürfnis ganz konkret eingehen- so wie es eben ist, und nicht wie wir es gern hätten- pünktlich um 19:30 Uhr beispielsweise. So schön das wäre…

Wie läuft das bei Euch so normalerweise?
Schlafen Eure Kinder bereits durch?
Mit Euch oder im eigenen Bett?
Und wie alt sind sie?
Wie geht es Euch damit?

Ich freue mich auf jeden Fall trotz aller Liebe sehr darauf, irgendwann endlich auch mal wieder durchschlafen zu können und einen Abend ganz für mich allein zu haben.

Habt Ihr „Optimierung-Ideen“?

Eventuell versuchen wir mal den Mittagsschlaf zu verkürzen, oder mehr körperliche Auslastung vormittags, um ihn zumindest etwas nach vorn zu verlegen?
Ganz ausfallen lassen mag ich ihn noch nicht, da ich diese Auszeit echt noch dringend brauche grade…
Mal sehen- müssen wir ja offensichtlich sowieso gemeinsam entscheiden 😉

Müde, aber allerliebste Grüße,

O*

4 Kommentare

  1. Meli sagt

    Schlafen! Ich, eigentlich seit je her eine früh ins Bett Geherin und super Durchschläferin „muss“ seit über drei Jahren nachts so oft herhalten (v.a. mein Busen) dass ich schon früh aufgehört habe zu zählen wie oft! Mit oder ohne Mittagschlaf. Ganz egal. Ohne, starten wir um spätestens acht, mit zwischen neun und elf. Ich habe mich oft gefragt ob irgendwas falsch läuft aber ich kann nichts finden. Meine Tochter ist noch Kiga frei. Wir wohnen auf dem Land in den Alpen und sind, wann immer es geht, draußen…. Bewegung am Tag: nonstop. Ich glaube einfach meine Tochter hat so viel Energie. Die kann auch nachts nicht einfach paussieren. Vielleicht ist es aber auch der Busen der sie immer wieder denken lässt: Mal kurz aufwachen und ein bissschen nuckeln? Zum Einschlafen ist er aber unentbehrlich und überhaupt ihr ein und alles. Drum will ich ihn ihr nicht einfach nehmen und mal probieren obs daran liegen könnte… Wir gehen mit der ganzen Situation, zumindest seit sie nicht mehr öfter als fünf mal aufwacht, recht gelasssen um. Münde bin ich tags nicht mehr. Das ist eher so ein Psycho-Ding, weil schlafen für mich vor meiner Zeit als Mutter meine größte Kraftquelle war! Irgendwann wird sie schon soweit sein! Daran glaube ich!
    Danke für deinen tollen Artikel!
    Liebr Grüße

    • Olivia sagt

      Liebe Meli,
      Ich danke DIR für Deinen Kommentar.
      Wie schön, dass Du/Ihr so gelassen seid. Ich übe mich auch darin, die Dinge einfach anzunehmen, wie sie sind. Am Ende lösen sie sich zwar so auch nicht in Luft auf, aber sie werden zumindest viel leichter zu tragen. Der negative Blick auf sie, der ja auch immer irgendwie mit Schuldzuweisung (Entweder das Kind tickt komisch, oder wir als Eltern haben was falsch gemacht…) führt noch nicht mal dazu. Im Gegenteil.
      Ich sehne mich auch nach Schlaf. Und ja, bestimmt auch ein wenig psychotisch. Kennt man ja, das was man nicht hat scheint so erstrebenswert… Wie schaffst Du es nicht müde zu sein? Schläfst Du mittags mit ihr, wenn sie denn schläft?
      GLG,
      O*
      <3

      • Meli sagt

        Liebe Olivia
        Die ersten zwei Jahre war ich eingentlich nur Mama. Sobald die Kleine geschlafen hat, bin ich auch ins Bett. Hin und wieder habe ich vorher noch ein wenig gelesen…. das wars. Mein Mann konnte und kann mich da leider nie ablösen. Er ist aber in fast allen Lebenslagen die Ruhe selbst (von sich aus, ohne inspirierende Blogs zu lesen :-)) und unterstütz mich/uns damit so, dass wir das so gut meistern können.
        Mittlerweile komm ich gut mit 8 Stunden aus (Früher war ich der Meinung es müssen mindestens 8-10 sein) und nutze nun die Zeit, wenn sie schläft für mich: Lesen, Tee trinken, in die Luft gucken, arbeiten (ich arbeite sehr gerne und habe einen Job den ich liebe :-)), niemals länger als 10 Min Hausarbeit (Muss man aushalten können). Ich lebe nach der PriotitätenListe: Tochter/Familie, Schlafen (8h), Ich sein, eventuell Rest. Dass ich dem Ichsein mittlerweile wieder genügend Raum gebe, hat mich entspannter gemacht. Vermutlich hat mir gar nicht immer der Schlaf gefehlt, sondern einfach nur selbstbestimmte Zeit für mich!
        Es gelingt aber auch mir nicht immer gelassen zu bleiben. Manchmal reißt auch meine Geduldsleine….
        Im Buch „Freude“ von Dalai Lama und Tutu Desmond steht in einem Absatz, dass der Dalai Lama einmal im Flugzeug eine Mutter beobachtet hat, wie sie sich die ganze Nacht um ihre bieden unleidlichen Kider gekümmert hat und bereits völlig erschöpft war. Er sagt dann, dass er vermutlich nicht diese Geduld gehabt hätte. Und darunter kommentiert dann Douglas Abrams, worauf sich dieser Kommentar bezieht: „Es bedarf vermutlich viele Jahre klösterlicher Übungen, um das spirituelle Wachstum zu erreichen, das man in einer einzigen mit einem schlaflosen Kind durchwachten Nacht erringt!
        Liebe Grüße

  2. Mein Sohn schläft immer dann wenn er müde ist. Etwas anderes geht gar nicht. 🙂 Wenn ich merke, ihm er gähnt öfters und reibt sich die Augen, dann weiß ich, jetzt gehen wir mal ins Bett. Er schläft neben mir, weil das am praktischsten ist. Von den Zeiten her variiert es sehr. Es gibt Tage, da krabbelt und spielt er noch um 22 Uhr. Manchmal will er aber schon um 19.30Uhr schlafen. Aber wir Erwachsenen gehen ja auch nicht jeden Tag zur selben Zeit ins Bett – also, ich zumindest nicht.

    Dass du dich auf deinen Abend freust und auch zwischendurch die Pause brauchst, kann ich verstehen. Man kann dann einfach mal alles loslassen und „regenerieren“. Nichtsdestotrotz versuche ich im Kopf zu behalten, dass es da um MEIN Bedürfnis geht und nicht das meines Kindes. Vielleicht kann man da auch nach anderen Lösungen suchen. Abends „stört“ es mich inzwischen überhaupt nicht mehr, wenn mein Kind noch lange wach ist. Wenn ich müde bin, lege ich mich hin. Oder lese noch. Wenn ich noch was arbeiten möchte, dann mach ich das und er kann sich noch selbst beschäftigen (soweit er das mit seinen 14 Monaten schon schafft). Meist läuft alles viel besser, wenn ich mich bewusst entspanne und bei mir bin und nicht mental schon mein Kind schlafen sehe. Weißt wahrscheinlich, was ich meine. 🙂

    Bei meinen drei Großen habe ich es auch so gemacht – allerdings habe ich da phasenweise noch „experimentiert“, weil ich das ja für mich auch erstmal alles herausfinden musste.

    Liebe Grüße,
    Sarah

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