Bedürfnisorientiert, Eltern, Familie, Kinder
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Sara Kulka erzieht ihre Kinder ‚beziehungsorientiert‘- Wie ich das finde Punkt 12? Geil!

Puh, habt Ihr auch heute den Artikel von „Punkt 12“ auf Facebook gelesen/ angeschaut, in dem es darum geht, wie Sara Kulka ihre beiden Töchter erzieht? Sara ist, wie ja allgemein bekannt, überzeugte Attachment-Mama und erzählt in dem Beitrag, dass ihre Mädels beispielsweise selbst entscheiden dürfen, wann sie essen, schlafen oder auch auf Toilette gehen.

Die Kommentare darunter stimmen mich tatsächlich doch ziemlich nachdenklich.
Klar ist mir die geläufige Meinung zu diesen Dingen bekannt, aber so geballt haut es mich doch schon immer wieder kurz etwas um.

Zum Beitrag (Und meinem elend langen Kommentar, den ich mir im Affekt darunter nicht verkneifen konnte…) geht es hier:

Sara Kulka erzieht ihre Kinder beziehungsorientiert. RTL Punkt 12 am 07.06.2017

Wer wissen will, was Kinder angeblich alles brauchen, kann sich ja mal durch die gefühlt 10.000 Kommentare klicken…

Strrrrukturrr, Rrrregeln und Grrrrenzen!

Was mich immer wundert, wenn doch der Großteil der Erwachsenen unserer Gesellschaft so gut erzogen wurde, und diese Erziehung so zielführend ist, so wunderbar funktioniert, lauter rücksichtvolle und verantwortungsbewusste Erwachsene hervorbringt- warum ist unsere Gesellschafft, unsere Welt nicht Taka-Tuka-Land?

Und wenn sie nicht zielführend ist, warum wird daran festgehalten?

Vor was haben wir so große Angst?

Ist es wirklich so erstrebenswert ein angepasstes Mitglied der Gesellschaft zu werden? Vielmehr dazu gemacht zu werden?

Glaubt wirklich Jemand, Kinder, die nicht zwanghaft zu etwas geformt werden, seien als Erwachsene eine Zumutung, gar eine Gefahr? Hätten es schwer im ‚echten‘ Leben?

Was heißt denn überhaupt bitte ‚echtes‘ Leben in dem Zusammenhang?

Herzensmenschen, Freidenker, selbstbewusste, wirklich empathische statt aus Höflichkeit agierende Menschen, die wissen wer sie sind, was und wohin sie wollen (nicht sollen!), unabhängig von Meinung und Wunschdenken Anderer, empfinde ich persönlich als eine so große Bereicherung.

Und ich wäre dankbar, wenn meine Kinder solch eine Bereicherung für diese Welt werden.
Dazu wirklich frei, unabhängig und vor allem glücklich.
Ganz egal, wer sie wie bewertet.

Mit antiautoritärer Erziehung hat das so gar nichts gemein, auch wenn es immer wieder so interpretiert wird.
Es geht vielmehr darum, wie ich mein Kind betrachte.
Ist es ein defizitäres, von niederen Trieben und Instinkten gesteuertes Wesen, welches ohne mein ständiges Zutun zur lebensunfähigen Belastung für die Allgemeinheit  wird, oder vertraue ich darauf, dass es von Grund auf gut und richtig ist? Dass es allein durch unsere Begleitung und liebevolle Unterstützung, durch ein verlässliches Erfahren von Sicherheit und Wertschätzung, genau dazu im Stande sein wird, eben all diese essentiellen, für ein harmonisches Miteinander wichtigen Dinge ebenfalls weiterzugeben!

Ich wähle voller Liebe und Überzeugung Letzteres.

Es geht am Ende schlicht um ein Menschenbild.

Meines ist positiv, ist optimistisch!

Freud fand‘ ich persönlich btw. schon immer kacke.

Liebe Sara- mach‘ mal schön genau so weiter- Deine Kinder werden es Dir sowas von danken! <3

Olivia*
(Beitragsbild stammt aus dem öffentlichen Beitrag auf der Facebookseite von Punkt 12)

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