Bedürfnisorientiert, Eltern, Familie, Gleichwürdig, Kinder
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Lieben bedeutet „Du bist gut, so wie Du bist!“

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(Video↑- Konstantin Wecker singt mir da sowas von aus der Seele <3 )

Ich selbst bin immer noch bisserl beim Thema „Regeln und Grenzen“…, daher mag ich kurz folgende Gedanken mit Euch teilen:

MAN macht das so?

Jenes sollte und dieses muss MAN?

Warum?

Damit MAN später mal…!
Ach so!

Und was willst DU?
Warum?

Ah ja, sagtest Du ja schon- weil MAN später mal…!
Da dreht es sich doch irgendwie im Kreis.

Wenn WIR als Eltern HEUTE etwas nicht wollen, und es dafür HEUTE eine SINNVOLLE, mein oder das Wohl eines anderen schützende Erklärung gibt, dann sollten WIR vielleicht auch HEUTE die Verantwortung dafür übernehmen, und diese nicht einem MAN vorsorglich für SPÄTER mal unterschieben.
Dabei verstecken wir lediglich UNSERE Bedürfnisse hinter standardisierten (und somit für mich zumindest unsinnigen) Regeln.

Wir verzichten auf Beziehung HEUTE für ein „später vielleicht“.
Wie schade!

Wenn ich aber MAN nicht mehr vorschiebe, dann geht es plötzlich um MEINE Werte. Um echte Grenzen, statt um aus Angst vor der Zukunft heraus, künstlich erschaffene.
Diese gilt es zunächst zu definieren.
Es geht um MICH, um MEINE persönlichen Werte, nicht um dass, was ich dafür halte, weil man mir selber stets gesagt hat MAN müsse und dürfe. Und es geht aber auch unbedingt darum, ehrlich zu beurteilen, ob, bzw. inwieweit diese überhaupt auch ebenso für mein Kind relevant sind, sein müssen.

Bevor ich mein Kind und es mich kennenlernen kann, muss ich mich also unbedingt selbst erkennen.
Was für eine Chance!

Diese ECHTE MAMA, diesen ECHTEN PAPA will das Kind so gerne kennen.
Unsere Kinder sehnen sich danach, uns wirklich zu begegnen.
Sie wollen nichts mehr, als uns wahrhaftig kennenzulernen.

Grenzen geben nicht automatisch Sicherheit, sondern kappen erstmal Verbindung! Das scheint mir nicht unweigerlich ein Drama zu sein, vorausgesetzt nach der „Trennung“ erfolgt stets ein erneutes miteinander Verbinden.

Verbindung ist die Grundlage für ein sicher gebundenes Kind.
Ein starkes Kind, welches dann eben wirklich SPÄTER mal…!

Persönliche Grenzen machen das DU und ICH deutlich, was schmerzhaft sein kann, aber dennoch auch wichtig ist, meiner Meinung nach, da wir nun mal nicht unser Kind sind; und umgekehrt. Folgt nach dem „Ich bin nicht Du!“ allerdings ein „Und das ist voll in Ordnung so!“, dann gelangen wir zurück in die kurz unterbrochene Verbindung zueinander. Unangenehm eventuell, aber, wie ich finde unvermeidbar in authentischen Beziehungen.
Beziehung ist nicht immer nur miteinander in der Sonne tanzen.

Starre, nicht auf die Bedürfnisse der Beteiligten Menschen bezogene Grenzen aber begrenzen schlicht. Sie limitieren damit unsere Beziehungen sehr.

Wenn sie wegfallen, können wir uns endlich zeigen, einander sehen.
Dann braucht es weniger reglementierte Anleitung für das Miteinander, weil wir in echt miteinander leben, gemeinsam lernen und dadurch aneinander wachsen.
In Liebe und Wertschätzung.
Heute und dadurch ganz automatisch auch für später!

Regeln und Vorgaben reduzieren sich plötzlich auf das Notwendigste, auf uns, und wir können unseren Kindern endlich wirklich gegenübertreten als das, was wir, was sie wirklich sind.

Diese Freiheit wünsche und gönne ich Jedem von Herzen!
Kindern UND Eltern.

Lieben bedeutet „Du bist gut, so wie Du bist!“

Lassen wir einander sein!

Oder wie Konstantin Wecker es oben singt:
„Ich hab’s nun mal nicht so mit der Moral
wann sind Kinder gut, wann böse?
Kinder sind schuldlos, haltet sie frei
vom Moralismusgetöse.“

<3

 

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