Eltern haben Macht über ihre Kinder – und das ist auch gut so!

Published by Olivia on

Einige Äusserungen, ich mag fast sagen “Statements”, die einem besonders in der bedürfnisorientierten „Social Media-Eltern-Bubble“ immer wieder begegnen, scheinen mir irgendwie ziemlich weit weg, von dem, was eigentlich mit dem Begriff “Bedürfnisorientiert” gemeint sein will.
Aussagen, die eben nicht nah dran sind an Bedürfnissen. Zumindest nicht an denen der Kinder. Am Wunsch der Erwachsenen, „perfekte Eltern“ zu sein, vielleicht schon.

Weit entfernt von dem, wie Familie tatsächlich im Alltag gelebt werden kann, und meiner Meinung nach ALLE Beteiligten auch möglichst glücklich und zufrieden machen könnte.

Als da z.B. wären:
„Für mich ist mein Kind nicht schwächer als ich, nur weil es noch klein ist!“
Oder auch:
„Ich möchte keine Macht über mein Kind ausüben, wir sind gleichberechtigt!“
Ich habe auch schon des öfteren den Spruch „Kinder an die Macht!“ gehört oder gelesen – und zwar ernst gemeint! Das mag zunächst ganz, äh- vielleicht schön klingen? Vor allem aber (vermeintlich) “friedlich”- DAS Wort schlechthin derzeit -FRIEDEN. Auch ich fahr’ voll drauf ab, gebe ich zu.

Dennoch: Wie ignorant, denn Dein Kind IST nun mal schwächer als Du. Und zwar ja genau- weil es noch klein ist!
Das ist kein Adultismus, sondern Fakt.
Unmoralisch erst, wenn daraus Wertigkeiten abzuleiten versucht werden.
Dennoch liegt ein großer Unterschied zwischen GleichWÜRDIGKEIT und GleichBERECHTIGUNG. Ersteres sind Kinder zu uns zweifelsohne, zweiteres mitnichten.
Das wäre übrigens auch ziemlich unfair, weil es schlicht eine Überforderung darstellen würde. Klar, in Punkto Menschenrechte passt es noch, aber spätestens bei der „Gleichheit vor dem Gesetz“ wird‘s eng.
Will sagen, es mag romantisch harmonisch klingen, so zu tun, als lebten wir macht- und gewaltfrei mit kleinen Menschen, ist aber Utopie, und das nicht mal bedauerlicherweise.

Du solltest Deine Macht sehr wohl benützen in der Beziehung mit Deinem Kind, denn Du hast sie ja nicht grundlos.
Im Gegenteil!
Dazu kommst Du gar nicht umhin, das zu tun. Selbst wenn Du bewusst darauf verzichtest, passiert dies ja auch bloß aus dem existierenden Machtgefälle zwischen Eltern und Kind heraus, denn DU entscheidest, dass Du es nicht tust, KÖNNTEST aber!
Es ist gut, dass Du Deinem Kind überlegen bist in vielerlei Hinsicht, denn wer sollte ihm helfen, wenn es Hilfe benötigt?
Wo sollte es hin, wenn es sich fürchtet, wer sollte es beschützen, wenn Du nicht stärker wärest?
Wie soll es sich dessen gewiss sein, wenn Du krampfhaft versuchst, Deine Stärke zu verstecken, gar zu leugnen?

Ganz fatal: Ich erlebe mehr und mehr Eltern, die richtiggehend Angst haben, ihre elterliche Machtposition anzuerkennen, geschweige denn, sie zu gebrauchen.
Dass Problem dabei, sie sind dann tatsächlich macht- und vor allem hilflos. Stattdessen häufig angstgesteuert und leicht zu verunsichern.

Stärke kann unterdrücken,
oder aber Sicherheit geben!

Wir haben die Macht und somit die Wahl.
Wählen wir weise.
Ich wünsche mir, dass diese in den letzten Jahren gefühlt geschürte Panik vor unserer naturgegebenen elterlichen Macht etwas schwindet.
Dass wir uns ihrer bewusst werden und das „Beste draus machen“. Für uns und unsere Kinder.
Denn wenn wir sie nicht als wichtigen Teil von uns sehen und auch anerkennen, können wir sie nicht sinnvoll nutzen.
Wir können weder Verantwortung übernehmen, noch ein wahrhafter Fels in der Brandung sein.
Der „große“ „starke“ Papa kann von Kindern als Beschützer wahrgenommen werden.
Oder eben als einschüternd und bedrohlich.
Der erste lässt Kinder sich größer,  der zweite sie sich kleiner fühlen.
Der erste ermutigt, der zweite beschämt.
Beides nur möglich, weil er die Macht dazu hat.

Macht ist per se nichts schlechtes!

Seien wir mutig genug,
groß und stark für unsere Kinder zu sein,
damit sie sicher klein sein können.
Seien wir stark,
damit sie es ebenso werden können.
Sehen wir kindliche Schwäche nicht als Schwäche und unsere Stärke nicht als Stärke.
Denn unsere wahre Kraft ist unser Bewusstwerden. Bewusstsein und die Liebe zu unseren Kindern,
die daraus keinen Grund machen,
überheblich oder gar übergriffig zu sein,
sondern eben fürsorglich.

Seien wir Eltern wie es das Wort sagen mag -indogermanisch von „al“, bedeutet es ‚nähren‘ und ‚wachsen‘.  Wir ernähren unsere Kinder und helfen ihnen zu wachsen. Was erst dadurch möglich wird, dass wir in der überlegenden Position sind, dies zu leisten. Das ist recht oft sogar sehr anstrengend.
Wie wunderbar, dass wir stärker sind als unsere Kinder, nicht wahr?
Stärken wir sie♥️

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