Babys/Kleinkinder, Bedürfnisorientiert, Bindungsorientiert, Eltern, Gleichwürdig, Kinder, Schulkinder, Thinking
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Das Problem mit dem (nicht) Loben…

VORAB:
LOBEN =
Positive Bewertung einer Person, meist deren Verhaltensweise.
Oft genutzt als verbales Mittel Anerkennung, Freude auszudrücken.
In der Erziehung, meist mit dem Ziel, gezeigtes, als positiv empfundenes Verhalten zu verstärken (Manipulation).

Es ist nicht leicht, etwas so positiv besetztes, und auch
selbst empfundenes wie ein Lob, kritisch zu hinterfragen.
Verstehe ich total, ging mir genauso…
(„Man kann es auch echt übertreiben!“ Meine Worte…)
Auf der anderen Seite schreiben mir aber auch zahlreiche Eltern,
die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben,
wie schwierig sich die Umsetzung im Alltag gestaltet.
Es reicht schlicht nicht, einfach nur nicht „nichtloben“ zu wollen.
Also man kann das natürlich wollen, wird nur nicht „klappen“ 😉
Wenn Du Dein Kind aber wirklich GLEICHwürdig betrachtest,
vollumfänglich, dann KANNST Du es im Grunde nicht loben.
Nicht in letzter Konsequenz zu Ende gedacht, gefühlt.
Jemanden zu loben bedeutet, sich über diesen zu erheben.
In eine Position, die es mir gestattet zu bewerten.
Das enttarnt ein ganz klassisches, durchaus übliches
Machtgefüge zwischen Kind und Eltern.
Eines, in welches wir uns in einer gleichwertigen Eltern-Kind-Beziehung, ja gerade nicht begeben möchten.
Ich weiß, dass Viele nun sagen werden „Aber Lob ist für mich
Wertschätzung, Anerkennung, es bedeutet für mich, mein Kind wahrzunehmen! Ich freue mich ja auch, wenn ich gelobt werde!“
JA, beides, Wertschätzung und Anerkennung brauchen unsere Kinder unbedingt, genau wie wir auch.
Wenn Du magst, lass uns das ganze doch mal aufdröseln,
nur um sicher zu gehen, dass unser Kind auch bekommt,
was wir meinen zu geben, am Ende aber eventuell doch etwas anderes ist.
Im Zweifel eher Füllstoff zwar, doch wenig sättigend.
Nur um sicher zu gehen…
Nur wer will, denn es gibt weitaus schädigenderes als sein Kind zu loben -da stimme ich zu.
Es lohnt aber durchaus  mal hinzusehen, finde ich.
Auch für sich selbst!
Denn ich bin überzeugt, dass auch wir ganz oft mehr suchen,
als wir durch Lob erhalten, uns zwar trotzdem drüber freuen,
weil wir es schlicht gelernt haben zu verwechseln.

Dazu einen Text aus einem meiner Instagram Postings, welcher es,
so hoffe ich, ganz gut erklärt:

 

*MITFREUEN ist NICHT loben sondern empathisch!

*Sagen, was man sieht ist aufmerksam.

*WERTschätzen heißt nicht BEwerten!

*LIEBEvolle Worte urteilen nicht!

*Warum „GUT gemacht!“,
wenn Weshalb, wozu,
viel mehr KIND statt Sache sieht?
Gleichwürdige VERBINDUNG zulässt!

Subjekt/Subjekt
Statt
Subjekt (der Lobende)/OBJEKT der Bewertung (Kind).

MAL vor ECHTER Bewunderung ausflippen
-geht nicht anders und tut ALLEN gut!

Mit Lob ‚gutes‘ Verhalten verstärken wollen
->MANIPULATION!

„Strafen, nee! Loben ja.“❓
Lobst Du, strafst Du auch.
Dann, wenn Du ein Verhalten nicht lobst.

Ein Kind, das viel gelobt wird, braucht es.
Kommt keins, empfindet es die nicht gelobte Tat,
und damit sich, leicht als nicht gut genug.

Was Du tust ist toll->DU bist toll,
für Kinder eins.

„Schwer, ICH habe das Bedürfnis, meinem Kind
nettes zu sagen, wenn es was toll macht.“❓

1.MEIN BEDÜRFNIS
Es geht um MICH.
Das Kind braucht’s nicht.
Bis ich ihm einrede, zulasse
Lob, als Anerkennung seiner Leistung
mit echter Wertschätzung um seiner selbst zu verbinden.

Den Weg ebne für die
ewige Suche nach Echo,
die Sucht werden kann.
Abhängig von Meinung anderer.
Weg von sich.

2.„toll gemacht‘
Umkehrschluss:
anderes Tun sei es nicht.

LOBEN konditioniert zu tun,
zu sein, um zu gefallen.

STRAFEN dazu, Dinge zu lassen,
aus Angst.

Beides nicht förderlich für Selbstbild
und erfüllendes,
EIGENES Leben.

Haben wir verstanden,
unser Tun soll folgen.
Dalli!
Keine Zeit.
18 Jahre+ verinnerlicht,
in 24H vergessen?
Unmöglich!
Wird weiter nur Bemühen
und schwierig bleiben.
Innen gegen Außen.

Echte BEziehung beginnt bei DIR.
Erst REIN in den KOPF aber RAUS MUSS es aus Deinem HERZ.

#meetyourinnerchild♥️

Dein Kind vor seinem Turm.
Selbstgebaut. Stolz. Suchender Blick.

DU siehst Dich, kleine Mami, stolz.
Vor DEINEM Turm. Früher. Suchend.
Mutter? Muuutter?!

„Gut gemacht, kleine Mami!“
Erleichterung.
Mutter liebt Dich!
Du spürst, BIST.
Für den Moment.
Prima. Super. Klasse kleine Mami!

Zack ist es raus,
An Dein Kind:
„Prima. Super. Klasse, Schatz!“
Erleichterung.

Dein INNERES Kind jauchzt.
DEIN KIND aber siehst Du nicht.
Nicht als das, was es ist.
Ohne Deine Projektionen.
Von damals.
Selbst abhängig gemacht von Beifall.
Weggelockt von Dir, hin zu Deinem Tun.
Was Du wie tatest,
immer wichtiger als Du selbst.

Gelobt, Gestraft, und oft auch ja- Geliebt.
Dennoch hungrig geblieben.
Sammelst Anerkennung durch Fleiß.

Lob ist wie Fastfood.
Auf Dauer füllt es nicht.

Freust Du Dich über Lob?
Bist traurig, wenn Du gibst,
es gelingt, und niemand sagt „Gut gemacht!“
Verletzt, weil Dein Partner nicht sieht,
was Du alles tust?

Selbst wenn er es sehen würde,
du wärest dennoch nicht satt.
Wahrscheinlich.
Nicht für lang.

Denn es bist nicht Du, die Hunger hat,
es ist Dein inneres Kind.
Umarme es.

Schätze Dich selbst,
dann braucht es kein anderer für Dich tun.
Wenn doch – Bereicherung, schön,
aber nicht mehr existenziell.
Denn Dein Glück, das kommt dann aus Dir.

Mach Dich
und auch Deine Herzmenschen (!)
frei von dieser Last,
Gefallen zu wollen,
Loben zu MÜSSEN.

Sehen wir doch EINANDER🙏🏾

Wer BIST Du?
Nicht, wer was, wie tut.
Nicht tut.
Nicht unwichtig, klar- aber Nebensache!
Dann!

Sieh DICH an, damit Du Dein Kind sehen KANNST♥️

Denn nur, wenn wir den Applaus selbst nicht brauchen,
müssen wir auch unser Kind nicht mehr beklatschen‼️

#DieWürdedesMenschenistunantastbar

Leistung darf bewertet werden.
Allerdings nur dann, wenn die Aufgabe
frei gewählt und um Bewertung gebeten wurde.
Wenn geleistet werden WILL.
Voraussetzung muss sein,
das die Differenzierung zwischen
der eigenen Person und der jeweiligen Leistung
von der leistenden Person verstanden wurde,
damit eine ungenügende Leistung nicht zur
Abwertung der Person dahinter führt.

Bei Kindern somit NIE!

„Bravo mein Schatz“?
Nein!

➡️„Ich sehe Dich- schön, dass Du da bist!“

Erst wenn wir unser Kind mit dem Herzen sehen
(statt durch die Augen der kleinen Mami♥️)
werden wir es wirklich sehen können.

Erst dann kann es FREI SEIN,
wie es ist.
Sein gutes RECHT!

Und dann wird es auch einfach(er) mit dem NichtLoben 🙌🏾

 

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