Bedürfnisorientiert, Bindungsorientiert, Eltern, Familie, Freilernen, Gleichwürdig
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Änderungen in 2018


Im letzten Jahr kam es immer wieder dazu, dass sich verwunderte oder auch verunsicherte Menschen bei mir meldeten. Menschen, die aufgrund meiner Artikel manchmal durchaus frustriert zurück blieben. Weil sie geschriebenes (oder gesagtes) entweder nicht dem Thema Bindungsorientiert zuzählen konnten, oder aber meinen Inhalten zwar irgendwie zustimmten, sich aber nicht in der Lage sahen, geschriebenes für sich selbst umzusetzen, bzw. umsetzen zu wollen. Mancher fühlte sich durch die ein oder andere Darlegung auch schlicht verurteilt. Das ist und war niemals meine Absicht!
Auch gab es immer wieder Menschen, die wütend waren. Verärgert und verletzt, weil ich sie UNGEFRAGT gepiekst habe. Gepiekst an einer Stelle, an der sie nicht berührt werden wollten. Ihr gutes Recht!

Ich habe keinerlei missionarische Absicht, sondern richte mich ausschliesslich an jene, die mich hören wollen. Das erfordert allerdings ganz offensichtlich ein klareres Standig, als bisher. Zumindest, wenn es, wie es mir wichtig ist, weiterhin wertschätzend und vor allem friedlich auf meinen Seiten zu gehen soll.

Auf Freefamily.rocks geht es um BINDUNGSORIENTIERTE ELTERNSCHAFT.
Das ist eine Art des Miteinanderlebens, die ich als unabdingbar für ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder sehe. Nein, es sollte nicht jeder machen, wie er es will! Dazu wissen wir heutzutage einfach zu viel, und können die Wichtigkeit, die Beziehung zu unserem Kind in den Vordergrund zu stellen, wissenschaftlich und nachvollziehbar, längst lückenlos belegen.

Ich gebe jedoch zu, dass viele meiner Gedanken, meiner persönlichen Moralvorstellung geschuldet sind. Ich habe eine leicht ideologische Ader und ja, ich bin eine (zumindest aufrichtig bemühte…) Weltverbesserin. Diese Bezeichnung ist für mich keine Beleidigung, und ich will genau das bleiben. Dennoch möchte ich meine Meinung niemandem als Weisheit oder gar Leitfaden aufzwingen. Schon gar nicht, Eltern damit „vergraulen“, die sich auf den Weg zu einem bindungs- und bedürfnisorientierten Leben mit ihrer Familie gemacht haben. Meine Gedanken und Werte bin ich, und sie haben zwar unweigerlich den bindungsorientierten Gedanken zur Voraussetzung, umgekehrt ist die Bindungsorientierte Elternschaft allerdings selbstverständlich nicht an meine Gedanken geknüpft.

Ich weiß natürlich auch, dass es viele unter meinen Lesern gibt, die genau diese, meine sehr persönlichen Gedanken, aber sehr schätzen. Viele von ihnen befinden sich auf einer ähnlichen inneren Reise, wie ich es bin und wären nicht „satt“, wenn ich diese „olivianische Färbung“ künftig raus liesse aus meiner Arbeit.

Was tun?

Im vergangenen Jahr musste ich mir so einiges anhören, gerade von Menschen, die eigentlich, zumindest für mein Gefühl, eine ähnliche Vision haben.
Vor allem bezüglich meiner von diesen immer wieder belächelten „Für“-Mentalität. Es würde ja auch nicht genügen „für“ Weltfrieden zu sein… Nein, vielleicht nicht. Aber wenn ich FÜR etwas bin, kann ich immerhin schon mal in die richtige Richtung gehen, während andere noch immer an Ort und Stelle gebunden, GEGEN den Krieg kämpfen.

Ich sei inhaltlich furchtbar bemüht, stromlinienförmig zu sein, bemüht jeden Diskurs zu vermeiden, um des lieben Friedens willen. Unsinn- ich glaube nur schlicht nicht daran, dass es zu Frieden führen kann, Unfrieden zu forcieren.

So hat jeder seine persönliche Strategie, ohne es dabei richtiger als ein anderer zu machen. Ich mache es schlicht auf meine Weise.

Entschuldigend heisst es häufig „Man könne es nicht jedem recht machen!“. Auch ich möchte und kann das nicht. Allerdings finde ich es durchaus erstrebenswert, so vielen Menschen, wie MÖGLICH gut zu tun.
Auch im übertragenden Sinne, ist es eine konstruktive Fähigkeit, mehrsprachig zu sein.
Das bin ich in der „echten“ Welt und versuche dies auch ebenso in der Social Media weiterzuleben. Dabei klar zu bleiben, ist mir ein Anliegen und unvermeidbar.
Somit werde ich nun künftig einfach ordentlich trennen, was letztlich auch 2, mir allerdings gleichwichtige(!), Dinge sind. 2 Themen, die sich nicht bedingen, aber auch nicht ausschliessen- im Gegenteil.

Freefamily.rocks bleibt der bindungsorientierte Familienblog, der er ist. Fachlich, pädagogisch und auch selbstverständlich persönlich. Lediglich thematisch sauberer fokussiert auf das Thema Bindungsoriente Familie. In diesem Jahr möchte ich Eurem Wunsch nachkommen und noch mehr auf das Thema Geschwister und vor allem auch ältere Kinder und Teenager eingehen. Keine Sorge- es wird natürlich auch weiterhin immer mal wieder etwas veganen oder fairen Input geben. ABER ab sofort weniger „Zack Zack, Hintern hoch- lasst uns die Welt verändern- LOOOOS!“ Das will ich weiterhin, aber nur mit denen, die das auch wollen. Ungezwungen, freiwillig. Klar betitelt, damit jeder weiß, worauf er sich wo einlässt. Nach wie vor gilt, Bindung MUSS, Olivia KANNST Du Dir anhören, wenn Du WILLST.
Ich werde bewusst damit aufhören, Euch mein Herz unter dem Deckmantel „Bindungsorientierte Elternschaft“ unterzujubeln. Das habe ich nämlich immer wieder, wenn auch unbewusst, getan. In bester Absicht zwar, und es war sicher nicht komplett verkehrt, doch allzu oft suboptimal und für einige verwirrend.

Ich liebe Sprache und Worte, wie Ihr wisst. Lange habe ich nach einer Begrifflichkeit für meinen Weg gesucht. Mein Herz brennt für Bindung. Deshalb schmücke ich mich liebend gern und ohne Einschränkung mit dem Titel „Bindungsorientierte Elternschaft“- das passt, das bin ich.

Ich zähle mich nicht zu der Bewegung „Unerzogen“, auch wenn die Grundhaltung, der Gleichheit aller Menschen dieser Haltung, zu meiner nahezu deckend ist. Unsere Kleinsten sind kita- und schulfrei, dennoch sehen wir uns weder als Freilerner noch Homeschooler. Meine Älteste studiert BWL und Wirtschaftspsychologie und mein zweitältester besucht die gymnasiale Oberstufe. Ich bin demnach offensichtlich nicht massiv gegen Schule. Gern wird versucht, mich in eine, all der zahlreichen Schubladen zu stecken. Spannenderweise werde ich dann meistens aber von denen, die bereits darin sitzen, als „Du gehörst hier nicht rein“ kritisiert… Und das stimmt- ich bin vor allem Olivia, und das ziemlich gern.

Es geht für mich weder ausschließlich um die Frage „Erziehung ja/nein?“, noch um „Schule ja/nein?“, sondern vor allem um ein Menschenbild- wie siehst, wie möchtest Du den Menschen sehen? Mein Menschenbild prägt mein Leben und meine Kinder, und das anderer muss nicht meinem gleichen, um richtig zu sein. Ich lade aber jeden dazu ein, sich mit seinem Bild vom Menschen auseinanderzusetzen, denn allein das bestimmt, wie Du der Welt, den Menschen darin, Deinem Kind und schliesslich auch Dir selbst begegnest. Es bestimmt alles!

Freies Sein, Werden und Lernen sind wesentliche Aspekte einer freien Kindheit, die nach meiner Sicht, jedem Kind zusteht!
Dennoch- Moral ist etwas sehr persönliches, und so sind wir dann doch letztlich alle individuell unterwegs mit unserer Familie. Wenn wir unsere Werte aber ehrlich und menschlich definieren, leben wir dennoch alle moralisch wert- und würdevoll- für uns und MIT unseren Kindern.
Ohne Angst vor Begrifflichkeiten, ohne Fanatismus, ohne Dogmen, ohne Abwertung, Ausgrenzung, ohne Dagegen. Gewaltfrei, Gemeinsam FÜR uns und unsere Kinder!
Jeder, als der, der er WIRKLICH ist.
Auch wenn das unbedingt bedeutet, diese Person erstmal (wieder) zu werden. #meetyourinnerchild und so…

Wer also, wie ich, bereit ist, diese Herausforderung anzunehmen- LOS:

Es gibt etwas Neues!

Mit My Free Child möchte ich meine (unsere?) Herzens-Kampagne starten.
Warum Kampagne?

Kam·pa·g·ne, Campagne
Substantiv [die]
kamˈpanjə
Eine größere (Medien-)Aktion, mit der jmd. in der Öffentlichkeit eine Stimmung für oder gegen etwas erzeugen will.

Genau das- ich möchte Bewusstsein und Stimmung  #füreinefreiekindheit schaffen.
Wie lange diese Kampagne andauern soll?
Solange, wie nötig!

Ein Ort für all meine (und Eure!) Gedanken und Statements zum Thema Freie Kindheit. Auch all meine diesbezüglichen Gedichte, schriftlich und gesprochen, in Form eines Podcasts finden dort ihren Platz, um sie nicht nach und nach in den Tiefen Instagrams verschwinden zu lassen…

Geht es mir auf Freefamily.rocks vornehmlich um die Begleitung und Unterstützung von Eltern, soll My Free Child für mehr Bewusstsein, klar auch weiterhin bei Eltern, aber doch auch unbedingt außerhalb der Familie sorgen. Kinderrechte als wichtiges gesellschaftliches Thema, nicht nur beschränkt auf Kindergarten und Schule- es geht dabei um ein grundsätzliches Umdenken, das meiner Meinung nach, unabdingbar ist. Es ist wundervoll, wie viele Dinge derzeit in Bewegung kommen, und ich will von Herzen gern mitbewegen!

Die Freiheit des Seins ist ein Menschenrecht, dass somit eben auch dem Kind zusteht.
Natürlich sind Kinder von Natur aus immer abhängig von uns Eltern. Es ist jedoch an uns, wie wir diese, uns gegebene Macht nutzen. Wenn wir uns darauf konzentrieren, diese Überlegenheit zum Schutz statt zur Bevormundung des Kindes zu nutzen, dann wird die kindliche Abhängigkeit zu einer unverzichtbaren Sicherheit, die es aufgrund seiner fehlenden Erfahrung überlebensnotwendig braucht. So kann ein Kind dann sehr wohl, trotz dieser natürlichen Unterlegenheit, eine (so) freie (wie mögliche) Kindheit erleben, um daraus dann als Erwachsener hervorzugehen, der SELBST wählen KANN, von wem und wovon er abhängig sein will. Komplett unabhängig sind wir Menschen nämlich ohnehin nie. Komplett unabhängig sind wir Menschen nämlich ohnehin nie. Die Freiheit aber zu sein, zu werden, wer und was immer es sein möchte steht ihm von Anfang an zu. In der Realität wird diese ihm allzu bald genommen, indem von allen Seiten versucht wird, es in eine gewünschte, akzeptable Richtung zu (ver)formen. Seine Kinder „gut zu erziehen“, gleicht oft eher einem zurechtstutzen, statt einem liebevollen miteinander lebens auf Augenhöhe. Es braucht einen Befreiungsschlag für unsere Kinder und ihre Kindheit, mit dem Ziel, dass dieser irgendwann nicht mehr nötig sein möge. Das wird der Fall sein in einer Welt, in der nicht nur der Wert des Kindes gleich dem des Erwachsenen ist, sondern in welcher alle Menschen gleichwertig sind. Das wünsche ich mir.

Voraussetzung:
Wir Eltern müssen zunächst (wieder) FREIwerden, damit unsere Kinder freiWERDEN können.

„freiWERDEN“– das freie Werden unserer Kinder, das ist es, worüber mein Herz schreiben will. Frei sein, zu werden, wer und was immer man sein will!

www.freiwerden.com
(www.myfreechild.com)

Das ist (m)ein Weg, den niemand gehen MUSS.
Ohnehin nur gangbar aus freien Stücken.
Er lohnt sich aber sehr. Für Alle!

Wenn es denn schon Schubladen sein müssen, steckt mich doch künftig also bitte nur in meine eigenen: „Bindungsorientierte Elternschaft“ und „freiWERDEN“
2 Themen, 2 Orte, 1 Mensch, 1 Kopf, 1 Herz.

Danke, dass Ihr bis hierhin mit mir gegangen seid!
Vertrauen ist das größte Geschenk, und das gebt Ihr mir täglich.

Auf MFC habe ich gleich zum Einstig einen Artikel geschrieben, in dem ich versuche zu erklären, was ich nicht meine, mit freier Kindheit. Lest ihn gern, denn dann wißt Ihr gleich ganz genau, woran Ihr bei mir seid, und ob Ihr Bock drauf habt.

Frei und doch gebunden

Ich freue mich über alles, was im vergangenen Jahr passiert IST, und ganz genauso, auf alles, was passieren WIRD!

We change the world, by not changing our children!
Happy 2018!

Olivia

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