Achtsamkeit

Achtsamkeit- was ist das eigentlich genau, und warum ist sie gerade auch für Eltern so wertvoll. Menschen achtsam zu begegnen, bedeutet ihnen vor allem gelassen und unvoreingenommen zu begegnen. Sich auf auf die Person wirklich einzulassen, sich für sie zu interessieren und sich ihr zu öffnen. Ebenso können wir aber auch Dingen achtsam begegnen und beispielsweise anstehende Aufgaben und Arbeiten achtsam erledigen. Sie bewusst tun, losgelöst von unserer Bewertung und eventuellem Missmut, als das, was sie sind. Weniger nebenbei machen, und lieber konzentriert einzelne Momente aufmerksam wahrnehmen. Schon wenige Minuten in Achtsamkeit und Ruhe können uns so viel Energie geben, dass es unsere Tagesform wesentlich verbessert. Zudem ist es ein Grundpfeiler wertschätzenden Umgangs mit Menschen, und somit eben auch unseren Kinder, achtsam miteinander zu sein. Ohne negative Prognosen von optionalem Folgeverhalten, oder Unterstellung von eventuellen Motivationen. Seinem Kind  schlicht immer nur beste Absicht zu unterstellen, ist eine wunderbare Möglichkeit, ihm respektvoll  gegenüberzutreten und dabei ihm und seinem Wesen gerecht zu werden. Es lohnt sich sehr!

Warum Achtsamkeit besonders hilfreich für Eltern ist

Eine Grundvoraussetzung meiner Meinung nach, um die Eltern sein zu können, die wir sein wollen, ist Gelassenheit. Nur entspannte Eltern, Eltern, denen es gut geht, können das auch so weitergeben. Besonders „Vollzeit-Eltern“ fühlen sich allzuoft nahezu ausschliesslich fremdbestimmt. Mit paralleler Berufstätigkeit kann es, was das Thema Selbstbestimmung angeht, manchmal leichter werden- je nachdem, wie erfüllend man den Beruf empfindet. Es kann aber auch lediglich ein weiteres „Müssen“ sein. Wir rennen und machen vermeintlich den ganzen Tag Dinge für Kind, Partner, Haushalt und ggbf. den Job. Für persönliche Vorlieben oder gar Hobbys bleibt selten bis nie Gelegenheit- und wenn doch, ist da ja noch diese bleierne Müdigkeit, die uns einen Strich durch die Rechnung macht- in Ruhe ein gutes Buch lesen? Wie denn,w ein einem die Augen nach 2 Sätzen bereits zufallen? (…) Am Abend geht es mit dem Gefühl ins Bett, dass für einen selbst nie auch nur etwas übrig bleibt. Stimmt das wirklich, oder ist das nicht auch zu einem großen Teil unserer Wahrnehmung geschuldet? Wie sagt man so schön- „Glück liegt im Auge des Betrachters“. Habt Ihr nicht auch schon mal von Eurem Partner etwas gehört, wie „Ach, Du hast es gut, es muss schön sein, den ganzen Tag mit den Kindern daheim!“ (Und wart verärgert, ob der vermeintlichen Tatsache, dass der Partner ganz offensichtlich keine Ahnung hatte…). Oder auch umgekehrt, dass Ihr beneidet wurdet, weil Ihr ins Büro gehen „dürft“, statt Kinderalltag zu leben. The gras is always greener on the other side- so ticken wir Menschen. Dabei ist das besagte Gras faktisch beinahe immer gleich grün.

Es gilt als erwiesen, dass Achtsamkeit auf unseren Organismus und selbst Erkrankungen, wie Krebs wirkt, weswegen mehr und mehr Krankenkassen Kosten für beispielsweise Mindfullness-Kurse übernehmen- Achtsamkeit als Gesundheitsprävention!

Unser Glück liegt in unserer Hand, in unserem Blick!
Oder auch: Glück ist, was Du draus machst!
Am Ende hat jeder Mensch gleich viel Zeit. Wir alle haben 24 Stunden täglich zur Verfügung. Jeder! Die verleben wir, jeden Tag. Selbstverständlich gibt es desöfteren Dinge im Tagesablauf, die änderbar sind, und wenn einen hier etwas stört, tut man gut daran, es zu ändern. Allerdings gibt es gerade mit kleinen Kindern, und nocheinmal mehr mit mehreren Kindern, zahlreiches, was nicht zu ändern ist. Trotzdem habe auch ich als Mutter 24 Stunden Zeit, abzüglich der paar Stunden, die ich schlafen kann- wobei ich auch diese im Grunde ja für mich nutze- ICH schlafe… Wir müssen lediglich verstehen, dass jeder Moment, den wir leben UNSER Moment ist. Bedeutet, auch wenn ich gerade Windeln wechsle, für die Uni lerne, oder Post abarbeite- es ist MEINE Zeit, die ich da habe. Für mich. Es gelingt uns nur nicht ohne weiteres, all die Dinge, die wir ungern machen, oder meinen, machen zu müssen, wertfrei zu betrachten. Vor lauter Antipathie vergeben wir uns die Chance all diese Minuten und Stunden wirklich zu erleben. Sie fliegen vorbei, ohne, dass wir auch nur irgendetwas (positives oder auch nur neutrales) davon mitbekommen hätten. Es bleibt nur Negativität- kein Wunder, dass wir unzufrieden sind, oder? Wenn es uns hier gelingt, bewusster zu werden, die 2 Sekunden (die wir IMMER haben!) beim einlaufen des Cafés in die Tasse, den herrlichen Duft zu bemerken oder auch beim manchmal langatmigen Einschlafbegleiten der Kinder, die Situation anzunehmen, und uns Zeit dafür zu nehmen, unseren Körper in die Matratze sinken zu spüren, und uns ganz tiefe entspannende Atemzüge dabei zu gönnen- die komplette Situation wäre umgehend eine andere. Vor allem UNSERE und positiv.

Niemand kann uns demnach faktisch unsere Zeit rauben. Es ist für unser Wohlbefinden nicht immer nur wichtig, WAS wir tun, sondern auch unbedingt, WIE wir es tun. Wie wir es wahrnehmen. Gerade für all die Dinge, die nun mal sind, wie sie sind, ist es lohnend, zu lernen, sich auch an ihnen zu freuen- in allem liegt etwas positives- unser Auge bestimmt, was es sieht. Und selbst wenn wir manchem einfach gar nix gutes abgewinnen können, ist es doch immer möglich dies dennoch anzunehmen und dabei wertfrei zu bleiben. Uns darauf einzulassen, was ist, wie es ist. Das geht, aber ist Übungssache. Es lohnt sich, gleich jetzt damit anzufangen.

Auf Instagram teile ich mit Euch jeden Sonntag um 22:00 Uhr LIVE ein paar Gedanken zum Thema. Ihr bekommt eine Übung, die Euch helfen wird, den Alltag der kommenden Woche bewusster und positiver zu gestalten. Außerdem gibt es immer ein leckeres Rezept dazu, da gutes Essen ein ganz wesentlicher Aspekt des achtsamen Umgangs mit sich selbst ist.
Ich habe dort den Hashtag #mamachteaufdich ins Leben gerufen. Darunter finden sich Beiträge anderer Eltern zum Thema Achtsamkeit im Familienalltag. Außerdem lege ich hier am Blog sämtliche Beiträge zum Thema Achtsame Elternschaft ebenfalls in der Kategorie hier ab.

Zu Instagram gelangst Du hier:
FreeFamily.rocks auf Instagram!

Es ist mir wichtig, das ganze unter ein konstruktives Motto zu stellen:

„Es sind nicht ÄUSSERE Umstände,
die Deinem Leben zur Veränderung fehlen.
Es ist fehlende INNERE Veränderung,
die Dich umständlich leben lässt.“

Ich glaube, genau das ist so oft unser Problem. Wir schieben Negatives, alles, was nicht flutscht, auf äussere Begebenheiten. Verantwortung weg von uns, was sich zwar erstmal gemütlich anfühlen mag, aber uns gleichzeitig lähmt- denn so können wir nichts ändern, wären demnach Opfer. Das sind wir nicht! Es liegt alles IN und AN uns.
WIR KÖNNEN ALLES ÄNDERN!
Und wenn es zunächst nur unser Blick ist, der vermeintliche Begebenheiten, aber auch Menschen (konkret unsere Kinder!) anders erscheinen lässt. Packen wir es an,
und zwar dort, wo einzig nur Veränderung passieren kann- INNEN- von Innen nach Außen!

Wir sind immer wahnsinnig bemüht, dass es unseren Kindern gut geht. Der Weg dahin führt allerdings über unser eigenes Wohlbefinden. Also- lassen wir es und so richtig gut gehen!

Hier gelangst Du zu den Beiträgen zum Thema #mamachteaufdich

(Foto by Neumann & Rodtman)