Eltern, Familie, Kinder, Unerzogen
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MUSS mein Kind Haarwaschen, Zähneputzen und Händewaschen?

Keine Hand frei? Kein Bock zu lesen? Easy- Ich lese Dir gern vor!


Und wenn ja- warum eigentlich?

Mini and Me, übrigens ein Blog, den ich sehr gern lese, hat einen wunderbaren Artikel der lieben
Andrea von Herzensglückskind geteilt.

Zitat daraus:

„Das Kind zu zwingen, sich die Hände zu waschen, ist für die Beziehung zum Kind nicht besonders förderlich. Außerdem lernt es so, dass andere über seinen Körper bestimmen dürfen. Dies gilt auch für Haare waschen, Baden, usw. Wir kennen alle Menschen, die sich, nach dem sie auf dem Klo waren, NICHT die Hände waschen. Wenn das unser Partner machen würde, würden wir ihn dann ins Bad schleifen und ihn zwingen sich die Hände zu waschen? Sicher nicht.“

Den kompletten Artikel findet Ihr hier.

Es geht in dem Beitrag um das Thema Händewaschen (Haarewaschen, Zähneputzen usw.), und dass wir als Erwachsene nicht das Recht haben, über den Körper unserer Kinder zu bestimmen und sie zu diesen Maßnahmen nicht zwingen sollten.

Darunter finden sich, wie so oft bei diesen Themen, viele gegensätzliche, teilweise sogar empörte Kommentare.

Es ist immer wieder spannend, wie sehr es doch die Gemüter erhitzt, wenn es, wie in dem Artikel, eigentlich nur darum geht, die Integrität und Autonomie unserer Kinder zu schützen. Aber warum eigentlich?

Ich glaube ja, dass das mit der verdammten Angst vor der imaginären Zukunft zu tun hat. Wir machen irgendetwas, weil vielleicht später sonst dieses oder jenes passieren könnte. Ob das wirklich eintreten wird, wissen wir zwar nicht, aber man kann ja nicht vorsichtig genug sein.

Insbesondere das Zähneputzen oder auch Hände- und Haarewaschen wird gern dafür benutzt, Gewalt (ich erkläre gleich weiter unten, warum ich das explizit so benenne) an Kindern zu rechtfertigen, da ja sonst die Zähne kaputtgehen, man Karies bekommt, Keime wandern und Haare verfitzen… Das haben wir schließlich selber als Kind so gelernt, bzw. wurden früher auch dazu angehalten, oder vielmehr, mehr oder weniger, dazu gezwungen. Wir haben es offensichtlich überlebt! Also vollkommen übertrieben das Ganze!

Wirklich?

Wenn diese Erziehungsmethodik so gut funktioniert, müssten eigentlich alle Erwachsenen (jetzt mal abgesehen, von denen, die genetisch irgendwie vorbelastet sind…) ein Bombengebiss haben und sich nach jedem Toilettengang die Hände waschen. Nun ja, dass es nicht so ist, brauche ich an dieser Stelle wahrscheinlich nicht näher auszuführen.

Und dennoch gibt es nach wie vor Eltern, die ihren Sprösslingen die Zähne im Schwitzkasten schrubben oder noch viel abenteuerlichere Sachen veranstalten, um ihre Kids zu mehr Hygiene zu bewegen. Andere wiederum betreiben quasi ’nur‘ Freiheitsentzug, nach dem Motto: „Du kannst erst das Bad verlassen und weiterspielen, wenn Du Deine Hände gewaschen hast!“ Übertrieben formuliert? Wie lautet denn die korrekte Bezeichnung dafür, wenn ich meinem Kind verbiete, einen Raum zu verlassen, bevor es etwas erledigt hat?
Hhm, vielleicht Erpressung?

Wenn es um zwei Erwachsene ginge, würde sicherlich jeder zustimmen und solch ein Verhalten entrüstet als unverschämt oder gar respektlos betiteln.
Warum also provoziert diese gleichwürdige Betrachtungsweise in Bezug auf unsere Kinder so dermaßen?
Weil wir uns selbst so nicht sehen wollen?
Oder können wir den Gedanken nicht ertragen, dass wir unseren geliebten Kindern tatsächlich Gewalt mit solchen Handlungen antun? Letztendlich macht es nämlich keinen Unterschied, ob ich mein Kind physisch dazu bringe etwas zu tun oder ‚lediglich‘ mit psychischer Gewalt Druck aufbaue, indem ich zum Beispiel mit „Wenn Du jetzt nicht Deine Zähne putzt, dann…!“ drohe.
Drohen ist Gewalt!

Wenn wir als Eltern der Meinung sind, dass Gewalt an Kindern unrecht ist, wäre es dann nicht vielleicht hilfreich, sich damit auch ganz aufrichtig auseinanderzusetzen, wirklich hinzusehen, zu hinterfragen und sich gegebenenfalls dafür zu entscheiden, auf Gewalt in jeglicher Form zu verzichten? Alternativen zu suchen?
Also ich meine, wenn ich gegen Gewalt bin, sollte ich dann nicht darum bemüht sein, diese aufzudecken, zu enttarnen und vor allem einfach damit aufhören, sie selber auszuüben?

Tja, ’einfach’ ist einfach gesagt! … Fragen über Fragen… Für mich ist es ganz klar: Ich bin gegen Gewalt! Deshalb schaue ich hin und möchte meinen Kindern auf Augenhöhe gegenübertreten. Denn gerade dieses Machtgefälle – Eltern oben, Kinder darunter – ermöglicht doch erst ein zudringliches Handeln.

Warum also reden wir uns insbesondere in diesem Punkt die Dinge so gerne schön oder zumindest harmlos á la „Na, man kann es auch übertreiben“ oder „Sooo schlimm ist das nun auch nicht!“ und „Ich will ja nur das Beste für meine Kinder, außerdem nennt man das Hygiene- Basta!“?

Gewalt bedeutet eben nicht nur Körperlichkeit. Wenn wir uns die allgemeine Definition von Gewalt bei Wikipedia, im Duden oder sonstigen standardisierten Quellen ansehen, heißt es z.B. „Als Gewalt (von althochdeutsch waltan „stark sein, beherrschen“) werden HandlungenVorgänge und soziale Zusammenhänge bezeichnet, in denen oder durch die auf MenschenTiere oder Gegenstände beeinflussend, verändernd oder schädigend eingewirkt wird. Gemeint ist das Vermögen zur Durchführung einer Handlung, die den inneren oder wesentlichen Kern einer Angelegenheit oder Struktur (be)trifft.“

Da muss ich ja noch nicht einmal spirituell oder philosophisch an das Thema rangehen, um in den oben beschriebenen Handlungen ganz klar Gewalt zu erkennen.

Und, ist es wirklich so, dass all das lediglich zum Besten des Kindes und seiner Gesundheit geschieht? Zählt also die körperliche Gesundheit mehr als die seelische? Wer sagt das?

Natürlich will keiner Karies für sein Kind- aber ist Zähneputzen wirklich das Hauptthema hier? Jetzt einmal ehrlich, es steht doch gar nicht zur Diskussion, ob Zähneputzen wichtig ist oder, nicht- natürlich ist es das!
Für mich geht es bei dem Ganzen vielmehr um die Grundhaltung, die ich meinem Kind gegenüber habe! Was gibt mir eigentlich das Recht, über die persönlichen Lebensbereiche meines Kindes zu bestimmen? Die Tatsache, dass ich älter, größer und vielleicht auch stärker bin? Weil ich es so will und die Macht dazu habe? Oder, für mich tatsächlich noch weniger plausibel, weil man es eben so macht, schon immer so gemacht hat?

Selbstverständlich muss man sein Kind schützen, wenn man der festen Überzeugung (= unerschütterliche, durch NACHPRÜFEN eines Sachverhalts oder durch Erfahrung gewonnene Meinung) ist, dass dieses gefährdet sei. Schließlich trägt man als Erwachsener die Verantwortung.
Wenn mein Kind sich nun aber ab und zu seine Zähne nicht putzt, dann wird es sich sein Gebiss sicher nicht auf ewig ruinieren, zumal das u.a. auch beispielsweise mit der Ernährung zu tun hat, die ich als Elternteil durch Lebensmittel, die ich kaufe und auch durch das, was ich selber (vor)esse ganz natürlich beeinflusse.
Selbst die Gefahr, der mein Kind beispielsweise durch verfilzte Haare ausgesetzt ist, erscheint mir nicht wirklich bedrohlich…

Wozu also der ganze Stress, der Abend für Abend und Morgen für Morgen in so vielen Bade- und Kinderzimmern stattfindet?
Ist es wirklich wichtig, dass andere Leute entzückt ausrufen: „Hach, was ist die Kleine aber hübsch frisiert!“ und vor allem nicht pikiert etwas vor sich hin murmeln wie: „Oha, na die Mutter kümmern sich jawohl mal gar nicht um ihr Kind, so ungepflegt wie die Haare aussehen…!“

Wir wollen doch alle, dass unsere Kinder lernen „NEIN“ zu sagen, vor allem, um sie zu schützen – insbesondere vor dem übergriffigen Verhalten anderer, Erwachsener. Nur, wie sollen sie es denn lernen, wenn wir ihnen ständig vermitteln, dass ihr „Nein“ nichts wert ist, nicht gilt?

Wenn MIR Hygiene wahnsinnig wichtig ist, dann muss diese meinem Kind doch nicht ebenso wichtig sein. Und wenn ICH der Meinung bin, dass durch Händewaschen schlimmeres verhindert wird (da gibt es übrigens selbst seitens der Wissenschaft unterschiedliche Meinungen), dann kann ich meinem Kind trotzdem zugestehen, dies nicht zu tun oder nicht tun zu müssen. Gleichsam darf ich ihm aber auch mitteilen, dass ICH nicht möchte, dass es mit seinen ungewaschenen Händen mich oder unser gemeinsames Essen anfasst. Sein Körper, seine Regeln- mein Körper, meine Regeln!

Warum bemühen wir uns im Leben mit unseren Kinder nicht mehr darum, Kompromisse zu finden und Bedürfnisse miteinander zu vereinbaren? Ganz genau so, wie wir es ja auch tagtäglich im Leben unter uns Erwachsenen tun- einfach weil wir einander Individualität und Autonomie zugestehen- uns gegenseitig respektieren.
Unsere Kinder haben dieses Recht ganz genauso!

Warum nur wird stets davon ausgegangen, dass das Kind dann irgendwann nie mehr Hände wäscht oder überhaupt jemals wieder Zähne putzen wird- wenn es das nicht muss? Wo ist die Studie dazu, die genau das belegt? Ich kenne sie nicht.

Was für ein negatives Bild vom Kind da stets so allgemeinhin gezeichnet wird- eigentlich doch echt schade, oder? Dabei wollen Kinder von Natur aus kooperieren, sich quasi der ‚Gruppe‘ anpassen. Alles andere ist evolutionstechnisch gedacht, mehr als unsinnig, denn ein Überleben wäre in der früheren Zeit gar nicht möglich gewesen, ohne genau diese Fähigkeit, die jedes Kind von Geburt an in sich trägt.

Warum also gehen wir immer vom schlimmsten Fall aus und nennen das dann auch noch Verantwortung übernehmen? Eigentlich ist es doch so vielweniger Verantwortung als vielmehr bloße Angst!
Angst vor dem, was passieren kann, wenn man X tut und Y eben nicht. Warum geben wir uns so pessimistisch irgendwelchen hellseherischen Prognosen hin anstatt unseren Kindern einfach mehr zu vertrauen?

Es ist übrigens wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder größtenteils durchs Vorleben lernen. Wenn Dir also Händewaschen und all diese Dinge wichtig sind, dann wasche Dir DEINE Hände. Allerdings nicht in der Absicht, dass Dein Kind Dir nacheifert. Wahrscheinlich wird es Deinem Vorbild irgendwann folgen – eine Garantie gibt es dafür jedoch nicht. Wenn es Dir aber JETZT nun mal so unsagbar wichtig ist, dann werde kreativ. Du kannst Dein Kind auch wertschätzend bei Deiner Meinung nach notwendigen Tätigkeiten begleiten. Vielleicht sucht Ihr statt dem ‚Entweder Oder‘ lieber nach einem ‚Sowohl als Auch‘? Sag Deinem Kind klar, dass Du es wichtig findest. Erkläre Deine Gründe, diskutiert das und findet GEMEINSAME Absprachen, mit denen Ihr Euch ALLE wohlfühlen könnt. Sollte das nicht gelingen bleibt es eben (vorerst) dabei, denn Jeder hat das Recht über seinen eigenen Körper selber zu bestimmen.
Das braucht viel Geduld, Zeit und vor allem eben Kreativität- aber es lohnt sich sehr!
Am Ende leidet nämlich die Beziehung zu Deinem Kind so viel mehr unter dem Machtkampf, als es am Ende Hygiene oder Zähnchen tun würden.

Meine gesammelten Ideen und Erfahrungen dazu teile ich gerne mit Euch in einem separaten Artikel.

Man spricht immer von der Wichtigkeit des Händewaschens. Ich gebe zu, dass auch mir das sehr wichtig ist. Ich würde sogar behaupten, dass ich da sicher ’nen kleinen Tick habe… Doch wie oft sieht man immer wieder ERWACHSENE, die auf den Gang zum Waschbecken nach der Toilette verzichten…? Tja, und da ist es uns dann unangenehm, sie darauf hinzuweisen, sie eventuell dadurch bloßzustellen.

Bei unseren Kinder haben wir diese Barriere komischerweise nicht. Ganz im Gegenteil. Es fällt uns super leicht, diese herumzukommandieren.
Weshalb?
„Zack Zack, noch mal ab ins Bad, Schätzchen. Hände waschen (bitte)!“.
Selbst ein ‚Bitte‘ hat dabei meist nur eine rein rhetorische Funktion.

Ich bin für eine gleichwürdige Beziehung zwischen Eltern und Kindern, denn Würde darf nichts mit dem Alter zu tun haben!

Olivia*

13 Kommentare

  1. Pingback: Hände waschen, Zähne putzen, Haare kämmen – ist das schon "Gewalt" am Kind?

    • Family sagt

      Hey Nina,
      es freut mich sehr, dass Du Dich darin wiederfinden kannst- schön!
      Alles Liebe,
      O*

  2. Marta sagt

    MUSS ich Haarwaschen, Zähneputzen und Händewaschen, .., einkaufen, Wäsche waschen, putzen, arbeiten, meine Kinder fördern und beschäftigen? Warum übe ich so eine Gewalt auf mich aus, ich könnte doch einfach entspannen?

    • Family sagt

      Hallo Marta,
      nein das MUSST Du nicht. Du tust all das, weil DU Dich dafür entschieden hast.
      In meinem Artikel geht es allerdings um Gewalt in Bezug auf Fremdbestimmung.
      Liebe Grüße,
      O*

  3. Conny sagt

    Hallo
    Also eigentlich bin ich ja ganz bei dir, bis auf den Punkt Zähneputzen.
    Händewaschen und co, kann er machen wie er will, da passiert ja auch nicht wirklich was, das find ich nicht so dramatisch. Aber er hatte schon mit etwas über einem Jahr alle Zähne und ich will ihm wirklich ersparen dass es ihm geht wie meinem Bruder. Der hatte in den Milchzähnen schon so viele Löcher.

    Klar lass ich ihn selbst putzen, er kaut dann auch mit Begeisterung auf der Zahnbürste herum, will sich aber nicht nachputzen lassen.
    Findest du nicht dass da schon eine Selbstgefährdung beginnt? Ich möchte nicht dass er dann auch schon im Kindergarten zum bohren zum Zahnarzt muss. Bei meinem kleinen Bruder war das so schlimm.

    Bzw hast du noch Tipps wie wir mit Kleinkind mit 20monaten beim nachputzen auf einen gemeinsamen Nenner kommen können?

    LG, Conny

    • Family sagt

      Hey Conny,
      wenn es wie bei Euch eventuell sein kann, dass da eine familiäre Veranlagung zu Karies besteht, finde ich es angebracht da sogar extra sorgsam zu sein. Du bist ja verantwortlich für Deinen Kleinen und hast begründete Sorge um seine Gesundheit.
      Es geht ja auch gar nicht darum nicht zu putzen, sondern vor Allem darum, sein Kind nicht dazu zu zwingen, und ja das ist schwer… Ich kenne das selber zu gut…
      Schau mal auf meiner Facebookseite, da habe ich gestern 2 kleine Videos zum Thema Zähneputzen gepolte- vielleicht kannst DU Dir da etwas mitnehmen Falls nicht, melde Dich gern nochmal!
      Hier: https://www.facebook.com/oliviaasiedupoku/videos/10155451219753296/
      Liebste Grüße,
      O*

    • annie sagt

      Zahnmonster jagen hat bis jetzt bei allen 3 kids geklappt. sobald mini den mund aufmacht musst du ordentlich laut schreiend erschrecken und die zahnbürste mit quietschstimme mit den fiesen monstern schimpfen. dann macht sie die alle platt. ein mordsspass für die kids…

      • Conny sagt

        Hallo Annie,

        Das is ja auch ein super Tipp! Das Probier ich auch mal aus.
        Auf der Facebookseite kam noch der Tipp, zusammen seine und meine Zähne nacheinander zu putzen. Ich werd mal beides probieren.

        Vielen Dank allen

  4. Schleicher sagt

    Vielen Dank für den Artikel! Es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Gewalt wir erziehen. Ich habe fünf Kinder und jedes Kind ist unterschiedlich. Ich habe immer versucht bez. Versuche es immer noch weder körperliche noch verbale Gewalt als Erziehungsmethode anzuwenden. Geglückt ist mir das nicht immer. Erziehung ist ein Lernprozess auf beiden Seiten.
    Gerade Körperhygiene lernen Kinder dich einfach am Vorbild. Wir haben solange die Kinder klein waren, einfach zusammen Zähne geputzt Wurden die Haare mal nicht gewaschen, na und davon stirbt man nicht. Körperhygiene würde meistens erst sehr wichtig in der Pubertät, dann haben sie meistens immer zu häufig geduscht.
    Ich denke, das wir und damit meine ich vor allen uns Mütter, viel zu sehr unter Druck setzen. Na, was kann deiner? Meiner spricht schon japanisch! Lach!
    Meine Kinder durften nicht machen was sie wollten, es wurde auch nicht immer demokratisch abgestimmt, aber wir haben viel miteinander geredet. Es war auch immer genau klar, welche Aufgaben jeder hatte.
    Aber das was du angesprochen hast in deinen Artikel betrifft ja auch eher kleinere Kinder
    Ich habe mich eher immer gefreut, wenn sie autonom wurden, durch brüllen oder den sog Wutanfall mir genau gezeigt haben, was sie wollten oder halt nicht. Endlich war es soweit das sie ausdrücken konnten, ich bin nicht du! Ich bin ich!

    • Family sagt

      Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar, liebe Angelika!
      Super interessant!
      5 Kinder- wow, ich ziehe meinen Hut!
      Liebe Grüße,
      O*

  5. Lena sagt

    Guten Abend(bzw. Nacht:))! Ich habe drei Kids: 23 Jahren, 21 Jahren und 13 Monaten.:))
    1. Zahnhygiene. Mit großen Kinder wusste ich nicht, dass sie Zähne gleich im 1. l.j. putzen müssen. Angefangen, glaube ich, etwa mit 6-7. Ergebnis: ganz normale gesunde Zähne. 1 Mal im Jahr prophylaxe und 1 Mal in 2 Jahren Kariesbehandlung. Eltern nachputzen kleine Zähnchen mit Gewalt um Karies zu ersparen, obwohl sie ganz andere Sachen vermeiden sollen:
    a). Karies ist eine ansteckende bakterielle Krankheit, die direkt aus dem Mund von Erwachsenen , die ein Schnuller immer abschlecken und in den sterilen Babys Mund zurück stecken, übergeben wird. Oder Löffel mit Brei. Schrecklich. Aber das machen 90% Erwachsenen. Sie anstecken eigenen Kinder.
    Und der Schnuller ist im Mund fast bist zur Schule!. 2 Mal Schrecklich.
    b). Zucker, Zucker, Zucker! Aber bequem. Anstatt mit dem Kind zu kommunizieren- kriegt es ein Fläschchen mit Kindertee. Oder Obstbrei zum Nuckeln. Oder Süßigkeiten als Lob. Oder Preis für etwas. Na ja…
    3. Ich wasche z.B. auch nicht so oft Hände „danach“. Warum denn? wir haben einen koreanischen WC-Sitz, der nach jedem kleinen und großen Geschäft alles gründlich wischt und föhnt. Wir haben kein Kontakt mit Fäkalien. Und meine Kleidung ist sauber. wenn wir nach Hause kommen, alle waschen Hände automatisch. Der Kleiner als allererster. Vor uns:))) allein.
    Nach dem öffentlichen WC-ja. Hände Waschen ist obligatorisch. Aber die Kinder lernen es auch automatisch…
    Und dieses Blödsinn nach pipi (zu Hause) auch Hände waschen.. warum den? Man badet doch die Hände nicht unter “ goldenen Regen“.. Oder? Hose runter und gleich wieder hoch…
    Männer -Ja. Vielleicht.
    aber die deutsche Männer pinkeln so wie so, wie Frauen.. sitzend..Und haben auch keinen Kontakt mit dem Penis und Urin..
    (Mein deutscher Mann, Gott sei Dank, stehend:)))

    Na ja.. auf jedem Fall ich finde es sehr komisch, wenn z.B. rauchende Eltern zwingen Kinder Zähne putzen oder Hände waschen, um denen Krankheiten zu ersparen :-))))

    • Family sagt

      Hey Lena;
      Danke für Deinen Kommentar!
      Wie süß, da hast Du ja auch nochmal einen kleinen Nachzügler, wie ich- schön!
      In den meisten Punkten bin ich absolut Deiner Meinung!
      Und ja- ganz genau- Karies ist eine bakterielle Geschichte- das wissen eben viele Menschen nicht…
      LG,
      O*

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